• Ronny von MAREFU SAFARIS

Drohnen auf Safari in Kenia – Was Du beachten solltest


Filmaufnahmen von Safaris sind immer etwas Besonderes – sie zeigen wie Tiere und Natur harmonisch im Einklang miteinander leben und das echte Leben in der freien Wildbahn. Ebenso schön, aber fast spektakulärer, sind dagegen die aus Film und Fernsehen bekannten Luftaufnahmen der Reservate und Parks. Wie sich Tiermassen in Bewegung setzen, sich in alle Richtungen ausbreiten. Oder das Schauspiel von Flusspferden, Löwen und Co. aus der Vogelperspektive beobachten können und das Gefühl haben, ein Teil des Geschehens zu sein. Was früher oft nur professionellen Filmteams mit Flugzeugen und Helikoptern möglich war, ist dank Drohnen (Quadrokoptern) nun auch für den Hobbyfilmer und privaten Drohnenpiloten möglich geworden. Selbst solche Aufnahmen machen zu können und als Highlight in den Urlaubsfilm einzubauen, ist absolut verlockend.

Seit einigen Jahren werden diese Drohnen immer erschwinglicher und die Filmqualität immer besser. Kleine Drohnen mit gerade mal 20cm Breite machen hochauflösende 4K Aufnahmen, welche dank modernster Gimbal-Technologie unglaublich wackelfrei sind. Fast, als wären es Filmaufnahmen von "National Geographic".

Doch so verlockend das jetzt auch klingen mag, sofort die Drohne auszupacken und drauflos zu filmen, sollte man sich vorab immer mit den lokalen Gesetzen vertraut machen. Denn in Kenia gelten Drohnen solange verboten, wie Du keine offizielle Genehmigung hast.

Hier ein paar Details und Infos zum Fliegen von Drohnen in Kenia.

Drohnen in Kenia benutzen

Wie schon geschrieben, sind Drohnen in Kenia erstmal prinzipiell verboten. Schon die Einfuhr ohne entsprechende Genehmigung kann Dir am Flughafen Probleme bereiten.

Wer bei der Einreise in Kenia nicht die entsprechenden Genehmigungen vorlegen kann, riskiert dass die Drohne beschlagnahmt und erst wieder bei der Ausreise ausgehändigt wird (wenn Du vom selben Flughafen zurückfliegst wie bei der Ankunft).

Je nach Beamten kann es auch durchaus sein, dass ein Bußgeld verhängt wird. Wir möchten Dir an dieser Stelle ganz stark davon abraten auch nur den Versuch zu wagen, mittels eines Geldbetrags den Beamten dazu zu bringen, darüber hinwegzusehen die Drohne zu beschlagnahmen.

Außerdem solltest du wissen, dass es von kenianischen Flughäfen aus verboten ist, Drohnen im Handgepäck mit sich zu führen. Die Drohne muss also mit dem Gepäck aufgegeben werden. Aufgrund neuer Gesetzesänderungen musst du jedoch trotzdem die Akkus im Handgepäck aufbewahren.

Welche Genehmigungen benötige ich

Zum einen benötigst Du eine Genehmigung der Luftaufsichtsbehörde (Kenya Civil Aviation Authority) und des Verteidigungsministeriums (Ministry of Defense). Laut einigen Quellen werden solche Genehmigungen nur in Einzelfällen für Medien- oder Filmproduktionen erteilt. Wenn Du also vorhast rein privat zu filmen, könntest Du es sehr schwer haben. Wenn Du vorhast die Aufnahmen kommerziell zu nutzen, solltest Du dies in Deinem Antrag auch deutlich machen und Dir dafür die Freigabe ebenfalls geben lassen. Ansonsten ist die Kommerzialisierung nicht gestattet (dazu zählt bereits wenn Du mit Youtube Videos und Werbeeinblendungen Geld verdienst).

Wenn Du die Drohne mit den nötigen Genehmigungen nun mit ins Land nehmen durftest, ist das zwar ein erster Schritt gewesen, aber fliegen darfst Du trotzdem noch nicht wie Du gerade Lust hast, zumindest nicht in Nationalparks, Reservaten oder anderen privaten Schutzgebieten.

Für das Filmen in Schutzgebieten benötigst Du zusätzlich die Genehmigung der jeweiligen Behörde. In Parks wie z.B. Tsavo Ost, Tsavo West, Amboseli oder Aberdares, wäre das der KWS (Kenya Wildlife Service).

Wenn Du das alles geschafft hast: Herzlichen Glückwunsch, Du darfst offiziell fliegen und filmen.

Hier ein paar allgemeine Hinweise an die Du Dich halten solltest:

  • Fliege niemals ohne nötige Genehmigungen - Du riskierst nicht nur einen Verweis aus dem Nationalpark, sondern auch die Beschlagnahmung Deiner Drohne, ein Bußgeld und sogar Gefängnisstrafe.

  • Kenne Deine Fähigkeiten – Fliege in Sichtweite und nur bei guter Sicht. Auf keinen Fall nachts, bei schlechten Verhältnissen oder gar Regen

  • Störe keine Tiere – Drohnen sind nicht gerade leise. Achte darauf nicht zu flach zu fliegen oder dich Tieren zu sehr zu nähern. Du störst sie damit in ihrer natürlichen Umgebung.

  • Keine Jagd filmen - Wenn du denkst, dass gleich eine Jagd durch Löwe und Co. ansteht, unterlasse es bitte die Drohne auszupacken und das ganze Spektakel zu filmen. So verlockend das auch ist, Du könntest damit die Raubtiere irritieren, die Beute vorher verjagen und die Jagd damit vereiteln. Anders als Du, sind die Tiere auf Jagderfolg angewiesen und können nicht einfach an den Kühlschrank gehen.

  • Keine Menschen filmen ohne Einverständnis, weder Einheimische noch Touristen – Es sollte klar sein, dass man niemanden ohne dessen Erlaubnis filmt. Auch keinen Massai oder anderen Stammesangehörigen. Frage vorher und bedanke dich gegebenenfalls mit einem kleinen Trinkgeld.

Sollte es mal (aus welchem Grund auch immer) zu einem Absturz oder außerplanmäßigen Landung der Drohne abseits des Fahrzeugs kommen, verlasse niemals das Fahrzeug. Zum einen ist es verboten, zum anderen auch gefährlich. Wenn sowas passiert, kontaktiere jemanden von der Parkaufsicht. Wenn du Glück hast kommt jemand und hilft Dir bei der Bergung.

Mein Fazit:

Eine Drohne ins Land zu bekommen und „offiziell“ fliegen zu dürfen ist ein beinahe unmögliches Unterfangen. Spontan mitnehmen und schauen wie es läuft, könnte alles andere als gut ausgehen.

Aber ich muss auch ehrlicherweise sagen, dass alle diese Regelungen ihre Berechtigungen haben. Nur so kann man verhindern, dass ungeübte Hobbypiloten wie wild durch die Parks fliegen und eventuell Tiere stören oder sogar gefährden. Außerdem würden dann ziemlich schnell, ziemliche viele Drohnen unterwegs sein, was der Safari ihre Ruhe und Natürlichkeit nimmt.

Wir selbst haben bereits alle unsere Anträge für die Genehmigungen abgeschickt und teilen euch gerne mit, wie dies ausgegangen ist. Wir planen in erster Linie aus kommerziellen Gründen zu filmen, um die Videos für MAREFU SAFARIS und letztlich Kunden und Interessenten zu nutzen. Man muss aber auch dazu sagen, dass wir sowohl einen Kenntnisnachweis besitzen, sowie die in Deutschland verpflichtete Haftpflicht und Plakette.

Hier kannst Du Deine Genehmigungen beantragen:

Kenianisches Verteidigungsministerium: The Principal Secretary Ministry of Defense P.O. Box 40666-00100 Nairobi publicaffairs@mod.go.ke www.mod.go.ke

Zivile Luftfahrtbehörde von Kenia: The Director General Kenya Civil Aviation Authority P.O. Box 30163-00100 Nairobi info@kcaa.or.ke www.kcaa.or.k

Viele Grüße und viel Erfolg,

Ronny von MAREFU SAFARIS

Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und sind ohne Gewähr und Garantie.

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